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Geschichte

Wann, wie und warum wurde der Verein gegründet?

Bevor es zur Vereinsgründung kam, existierte bereits eine Selbsthilfegruppe für Erwachsene. Der Grund dafür, den Schritt von einer SHG zu einem Verein zu machen, war praktischer Natur.

Die Leiterin der Gruppe, Detje Meyer-Witte, wollte gerne eine jährliche Veranstaltung (Symposion) zum  Thema ADHS ins Leben rufen. Bei der Suche nach Unterstützung und Sponsoren musste sie allerdings die Erfahrung machen, dass die Initiative von Privatpersonen offensichtlich nicht viel gilt. Also wurde beschlossen, dass ein ordentlicher Verein her musste.

Der Verein ADS-Hilfe Oldenburg e.V. wurde am 16.08.2002 gegründet. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, den allgemeinen  Informationsstand über ADS/ADHS zu verbessern, Eltern und selbst betroffene Erwachsenen zu unterstützen und Eltern, betroffenen Erwachsenen und Fachleuten Fortbildungsmöglichkeiten anzubieten. Wir wurden als gemeinnützig anerkannt.

Die Vereinsgründung erwies sich schon nach kurzer Zeit als richtig. Obwohl der Verein nichts anderes machte als schon die Selbsthilfegruppe vorher, wurde vieles jetzt einfacher.

Es stellte sich allerdings bald heraus, dass der Schritt von der SHG zum Verein von vielen Mitgliedern der SHG nicht mitgegangen wurde. So gab es bals sowohl den Verein als auch eine Selbsthilfegruppe mit überwiegend unterschiedlichen Mitgliedern.

Die Finanzierung des Vereins und der Selbsthilfegruppen erfolgte bislang über Zuschüsse der Krankenkassen für Selbsthilfegruppen und über die jährlichen Veranstaltungen.

Dem Vereinzweck dienten besonders unser seit 2002 jährlich in Oldenburg stattfindende ADS-Symposien, eine Informations- und Fortbildungsveranstaltung für Eltern, betroffene Erwachsene und Fachleute verschiedener Richtungen. Von der Akademie für ärztliche Fortbildung wurde die Qualität  unserer Veranstaltungen in den letzten Jahren durch die Verleihung von Fortbildungspunkten anerkannt.

Im Jahr 2013 benannte sich der Verein um. Der Name ADS-Hilfe Oldenburg hatte sich sich mit der Zeit als nicht so glücklich erwiesen. So wurde im Lauf der Zeit die  Bezeichnung ADS zu einem Kürzel,  das eher von Laien verwendet wurde. Fachleute sprechen seit einigen Jahren nur noch von der ADHS. Entsprechend wurde man von Fachleuten oft nicht mehr für voll genommen, wenn man sich dem Sprachgebrauch nicht anpasste.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Namensänderung ergab sich auch daraus, dass wir nicht mehr ausschließlich auf ADHS fixiert waren und uns auch von der reinen Selbsthilfe weg entwickelt hatten. Wir haben uns dann gefragt, wie wir in der Benennung das ausdrücken können, was wir jetzt praktisch sind bzw. tun.

Wir nehmen heute so eine Art Brückenfunktion wahr. Wir schlagen also Brücken zwischen Eltern, selbst betroffenen Erwachsenen und den Fachleuten. Meistens läuft das über unsere Veranstaltungen. Oder wir holen Fachleute in die Selbsthilfegruppe. Wir schlagen auch Brücken zwischen den verschiedenen Fachleuten. Wir bringen z.B. Pädagogen und Mediziner zusammen, so dass sie ADHS nicht immer nur unter dem Blickwinkel des eigenen Berufes sehen.

Ein weiterer Aspekt ist, dass wir auch Brücken bauen zu anderen Störungsbildern, etwa zum Autismus, weil z.B. ADHS selten allein kommt. ADHS ist auch häufig eine Begleiterkrankung für andere Grundstörungen.

Aus den Überlegungen resultierte das Wort Pontixx. Die Leute, die in der Antike die Brücken bauten, hießen Pontifex (Brückenbauer). Gleichzeitig war das auch ein religiöses Amt. Auch heute gibt es immer noch den Pontifex Maximus in Rom. Um damit nicht verwechselt zu werden, haben wir den Begriff etwas verändert. Die Wortwurzel Pons bzw. im Plural Pontes wurde mit einer modernen Endung versehen und so entstand Pontixx.

Der Begriff hat u.a. auch den Vorteil, dass man über ihn sehr gut ins Gespräch kommt .


Letzte Bearbeitung: 11.09.2015
 
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